100km del Passatore 2013 (Firenze-Faenza)

Vorwörter ( über ein Wort hinaus, quasi: Ultravorwort)

 

"Im Grunde ist ein Diamant auch nur ein Stück Kohle, das die nötige Ausdauer hatte. "(Sprichwort)

 

ULTRALAUF

....ein Begriff dem etwas Extremes, Mystisches, Verschworenes anheftet und der die Meinungen spaltet, da der Mensch dazu neigt, zu allem eine Meinung haben zu müssen, um uns gegen andere Meinungen ab zu grenzen – auch wenn keiner eine Ahnung hat…

Von vielen ignorant sofort im zensorischen Reißwolf der sportlichen Selbstgefälligkeit geschreddert, von anderen hinter hervorgehaltener Hand im Dämmerlicht des geheimnisvollen Okkulten, als handle es sich um eine geheimbündlerische Loge, getuschelt…

Zunächst handelt es sich einfach um Laufen. Eine schöne, einfache Bewegungsart, die unser Sport ist. Laufen ist aber mehr als Sport, es wurzelt viel tiefer. Man kann es natürlich, wie Emil Zatopek kurz und prägnant kommentieren: „Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft.“

Ähnlich wie es verschiedene Ballsportarten gibt –die auch tief wurzeln, weil sie den menschlichen Spieltrieb entsprechen – ist auch das Laufen als Sportart breit gefächert: Sprint, Mittelstrecke, Langstrecke, Hürden, Hindernis, Cross, Berglauf, Orientierungslauf. Während dem Lesen fällt einem dabei schon auf. dass man selbst diese grobe Auflistung noch mehrmals unterteilen kann.
Die kürzeste olympische Distanz ist der 100m Sprint, die längste der Marathonlauf – er gilt gemeinhin als die „Königsdistanz“.

Das darf auch sein. Aber er ist nicht das Ende eines läuferischen Weltbildes. Es sei denn, man ist nie über den Glauben: „Die Welt ist eine Scheibe“ hinaus gekommen – ein Weltbild, das ich nur Diskuswerfern und
Eishockeyspielern solidarisch und kritiklos zugestehen würde.

Der Marathon ist nicht das Ende des läuferischen Ozeans, nach dem wir, wenn wir weiterlaufen, abstürzen oder ohne Stirnlampe im Rachen des ungeheuerlichen Leviathan landen…
Er ist eine sehr klassische Variante der wettkampfsportlichen Distanzen, ein markanter Meilenstein und Orientierungspunkt. Die Hilfsbezeichnung Ultramarathon leitet sich ja von ihm ab – „ultra“ , jenseits, darüber hinaus.

Auch wenn es uns scheinbar Probleme macht, wenn wir etwas nicht buchhalterisch sauber kategorisieren und katalogisieren können – hier müssen wir es aushalten. Die Distanz eines Marathon war nämlich gar nicht fixiert.

Beim ersten Wettlauf der neuzeitlichen Olympischen Spiele in Athen lief der gute Spiridon Louis nur 40 km von Marathon ins panathenische Stadion .

Wie kam es zur heutigen Distanz 42, 195km?
Bei den olympischen Spielen 1908 wurde die Strecke vom Ziel in neuem Leichtathletik Stadion in Shepard´s Bush zurück bis zum Start vermessen. Der sollte vor der königlichen Loge sein. Diese war vor Winsor Castle. Einige Nachjustierungen und man kam auf die königlichen 26,5 Miles (42,195km).
Bei den folgenden Spielen 1912 in Stockholm und 1920 in Antwerpen war es dann wieder anders. Für Paris 1924 sollte dann eine Normierung der Strecke her – So legte sich der internationale Leichtathletikverband (IAAF) 1921 auf die königliche Weite 42,195km fest. Alles relativ …

Der Weltverband trägt Meisterschaften auch jenseits der Marathondistanz aus.
Welt-, Europa- und nationale Meisterschaften gibt es im 100km-Lauf, im Traillauf und auf der längsten internationalen Meisterschaftsdistanz: dem 24h-Lauf. Daneben gibt es internationale Meetings, Cups und Wettkämpfe z.B über 50km.

Wer meint, nun müsste aber zwingend Schluss sein, sonst verlässt man noch die Laufbahn von Anstand, Sitte und Ordnung und schlurft Richtung Anarchie und freie Liebe, wird vermutlich spätestens hier den Drang verspüren, eine Bürgerwehr zu gründen: Es gibt auch 6-Tage Läufe, 48 Stunden Läufe, Etappenläufe quer durch Erdteile wie z.B. den Transeuropa-Lauf…

All das sind, wie einige jetzt vermuten wollen, keine Auswüchse unserer modernen vom Individualismus, der Selbstdarstellung und Superlative gedopten Gesellschaft. Der Langstreckenlauf ist die originär-evolutionäre Variante des Laufens – schon vor dem Sport. Dass der Mensch von Gott eher auf Ausdauer hin erschaffen wurde wissen wir ja: Nahrungssuche, Jagd , Wanderungen.

Das wir als reine Sprinter Probleme bekommen hätten, lässt uns schon die jüngst gezeigte Computeranimation erahnen, die einen Geparden im Stadion
Im Wettlauf gegen einige internationale Sprintikonen zeigt – darunter der Supersprinter Usain Bolt- sicher das Maß aller Dinge.

Eins ist klar: nach ästhetischen Gesichtspunkten hätte sich der jamaikanische Läufer mit seinem kraftvollen, eleganten Stil keineswegs verstecken müssen…
Um zu überleben schon. Selbst bei 40m Vorsprung hätte er sich nicht über die 100m Linie retten können.
Dabei ist auch der reichlich theoretische Strohhalm einer Überführung des Geparden bei einer späteren Dopingprobe wenig tröstlich…Zumal medizinisch erst geklärt werden müsste, ob der Gepard mögliche verbotene Substanzen bereits vor dem Start oder erst nach der Siegermahlzeit in sich trug…vom evolutionären Standpunkt völlig unerheblich.
Trotzdem: unser Laufsport wäre sicherlich ohne den Sprint ärmer.
Die Katalogisierung bezieht sich aber nicht nur auf die Distanz, sondern auch auf uns Läufer. Es gibt als Typ nicht nur einen Sprinter, den 10km-Straßenläufer, den Marathonläufer, den Ultraläufer….
Würde man Studien anfertigen gäbe es sicher Übereinstimmungen, die in Häufigkeit auftreten und natürlich sind wir als Menschen nie völlig frei von Vorurteilen – auch und gerade die, die das jetzt instinktiv abstreiten.

Seien wir vorsichtig bei Pauschalsierungen. Es gibt nicht den Mittelstreckenläufer, den Bahnläufer, den Marathonläufer oder den Ultraläufer. Und nicht jeder Triathlet steht vor und nach dem Wettkampf eingecremt vor dem Spiegel und mimt athletische Posen…Bernd?

Man weiß ja schon um die Brandbreite in der „eigenen Kategorie“. Vermutlich sind sogar wir hier in der alten Flößerstadt an Loisach und Isar, im bayrischen Voralpenland, etwas speziell – eine Art ultralaufende „Royston Vasey Local Harriers“ – auch das wäre völlig egal, einen Universalitätsanspruch erheben wir sowieso auch nix.

Laufen ist eine einfache, ehrliche Sportart und doch so vielfältig. Die Grenzen ziehen höchstens wir. Müssen wir das ?

Wer sich jetzt am Ende dieser Zeilen immer noch als Leser ertappt, nachdem diese Zeilen sicher zu einem natürlichen Schwund geführt haben, wird vielleicht auch Interesse an unseren weiteren Ausführungen speziell zum Ultralauf haben. Bevor man sich jetzt ein Getränk holt, auf die Toilette geht, um dann weiter zu lesen bedenke man: Zwischen objektiven, historischen Daten siehst Du Dich mit unserer subjektiven Sichtweise konfrontiert.

Wir sind überzeugt davon, dass wir die Suppe der Weisheit mit Gabeln gegessen haben – zwangsläufig ist uns da viel zwischen den Zacken herunter geflossen…

 

“Möge die Straße dir entgegeneilen. Möge der Wind immer in deinem Rücken sein.”

(Irischer Segenswunsch)

 

Die Unterscheidung Ultramarathon - Ultralauf

Müsste man eine Hierarchie der besten Läufer aller Zeiten erstellen, man würde an ihm nicht vorbei kommen. Muss man nicht. Ein allzu menschliche-bornierter Versuch den Mythos Laufen einfangen und schubladisieren zu wollen. Es ist das Laufen selbst, das groß ist und allein oben steht. Wir sind nur die kleinen Geister in dieser sphärischen Anderswelt, die demütig diesem Großen begegnen sollten, um nicht abfallende Kleingeister zu werden. Den „Goldenen Griechen“ in den sportlichen Olymp heben, das ist jedoch erlaubt. Geboren 1956 in Tripolis, der arkadischen Metropole im Zentrum der Peleponnes. Eine Region, die im Goldenen Zeitalter der Griechen, wie dann in der europäischen Renaissance gerne das Bild des idyllischen Hirtenlebens zeichnete. Eine Schäferidiologie von behüteter Freiheit, weit ab von Anpassungsdruck , ein dichterischer Garten Eden. Et in arcadia ego… Wenig geliebt und behütet musste er seine Kindheit erleben, nahm bald den Sportplatz als sein Zuhause und erwuchs aus dieser Verneinung des klassischen Idylls zur läuferischen Legende : Yannis Kouros. Blue Monday Zumindest war der 13.Februar 1956 kein Freitag. Und wenn auch nicht auf Rosen gebettet, so war es doch wenigstens ein Rosenmontag an dem Yannis geboren wurde. Auch scheint das arkadische Tripolis zunächst durchaus eine Alternative zum tristen Salford in der nordenglischen Region Greater Manchester zu sein , wo am selben Tag für Klein Peter Hook der Startschuss zum Lauf des Lebens fiel.

Beide haben sich im Rückblick nie beschwert. „Dragging plus out oft he minus“ schreibt Kouros in einem seiner Gedichte. Aus den sportlichen Meilensteinen er gesetzt hat, könnte man eine neue Burg bauen. 1983 gewann er den SPARTATHLON in neuem Kurs-rekord von 21h53Min 40Sekunden. Im Folgejahr ´84 verneigte er sich nach 20h 25Min vor der Statue des Leonidas. Zuvor hatte er Budapest-wien in neuer Bestzeit gewonnen und das Sechs-Tage-Rennen in New York.1022 km 800m – gleich mehrere Weltkorde purzelten hier quasi im Vorbeilaufen. Die ersten 24h lief Kouros 177 miles ! Lang waren die Läufe. Unzählige Weltrekorde. Kouros lief sie bei Zeitrennen (12h, 24h, 6-days) und über Distanzen (100miles, 1000 Kilometer, 1000 miles). Er lief sie auf Straße und Bahn. Am Wochenende des 2-3.Mai 1998 lief Jens Lukas beim legendären, internationalen 24h-Lauf von Basel 256 km. Eigentlich eine Weite, mit der man sich als Sieger aus dem St. Jakobs Park tragen lassen kann… Diesmal nicht. Die fantastische Leistung des sympathischen, bescheidenen deutschen Ausnahmeläufers bleibt natürlich !

Allein Kouros lief wie vom anderen Stern… Mit 290km 225m stellte der kleine Grieche den noch heute gültigen Straßenlauf-Weltrekord in 24h auf. Unglaublich! 4 Weltrekorde stellte er dabei (teils en passant ) auf: 200km, 150miles, 250km und die 24h. 1999 wurden in Basel die int. DEUTSCHEN MEISTERSCHAFTEN ausgetragen. Auch Lukas , rauschte seinerzeit an einem Freitag vorbei , geboren am 13. April 1966 – einem Mittwoch- gewann er jetzt mit sagenhaften 252,98km. Bei 10 bisherigen deutschen Siegen im ewigen Klassikers in der schweizer Kantons-Stadt mit dem nach linksgekrümmten Hirtenstab im Wappen ( Dreyer, Lukas 2x, Wenning, Steißlinger, Horschig, Böwer, Marhold 2x, Langpeter) war nur Norbert Dreyer 1993 schneller. Erwähnt sei: Bei den Damen gab es ebenfalls 10 Siege ! Natürlich Sigrid Lomsky mit ihren sagenhaften Rekord 243km – Helga Backhaus und Heike Christ mit je zwei Siegen. Dazu Inge Ludwig, Carmen Hildebrand, Regina Berger-Schmidt, Renate Nierkens und Christl Vollmershausen) - ´99 gewann Lukas auch den Spartathlon in 24h26min. Schon bei der Australien Championship 1997 hatte Kouros, der nach Australien zog, alle Gesetze der biederen Rationalität aufgehoben – allerdings zunächst auf der Bahn. Beim 24h-Track Race von Adelaide erreichte er eine Siegerweite von 303km. Scotty beamen. In 6-Tagen schaffte er auf der Straße 1028km 370m – auf der Bahn sogar 1038km 851m. Mit Wolfgang Schwerk war es ein Deutscher, der ihm zumindest auf den Fersen war: 2007 lief der Solinger 1010km und 80m. Die 1000Meilen schaffte Kouros in 10Tagen 10Stunden 30Minuten. Lange Zeilen – kurzer Sinn: Kouros sicher ein sportlicher Ausnahmeathlet. Meister der langen Strecken. (Hört sich besser an als der Titel „Master of Pain“, den er einmal verliehen bekam.) Der darf auch schon ´mal was sagen.

In „Forever Running“ erzählt Kouros davon, wie er läuferisch einen Zustand erreicht hat, bei dem sein Geist den Körper verlässt. Ein solches out-of-body-experience erfasste ihn erstmals bei den 24h von New York und dann bei weiteren 24h Läufen. „Dein Körper gibt dich auf – er behält nicht länger die Kontrolle. Der Geist verlässt den Körper und beobachtet ihn von oben, von hinten. Das passiert, wenn der Körper die Kontrolle aufgibt. Der Geist führt den Körper nun irgendwie von oben. Das Wort Ultramarathon heißt übersetzt „über, mehr, weiter als Marathon“ – aber das ist die Theorie, nicht die Praxis. Wenn jemand 45, 50 oder sogar 100km läuft, ist er für mich noch kein Ultraläufer. Ultraläufer sind von ihrem Wesen her verschieden, …Wenn ein Marathonläufer von 42km jetzt einen 50km bestreitet, ist er kein Ultraläufer – auch noch nicht , wenn er sich an die 100km macht.…Nichts hat sich wesentlich verändert-sein Training nicht, seine Herangehensweise…sein Körper kontrolliert seine Bewegungen Das englische Wort „Ultra-Runner“ reflektiert es ganz gut, wenn es sich mehr am Läufer, am Wesen des Läufers ausrichtet, als an der Distanz. Wenn du aber nicht nur die 100km läufst, sondern die 160km Grenze überschreitest – über 12h läufst oder die 24h –dann kommt der Punkt, an dem Du offenbarst, ein unverwechselbares, einzigartiges menschliches Wesen zu sein. Mehr als 12 oder 24h Stunden zu laufen - meiner Meinung nach wirst Du hier zum „Ultra-Runner“. Auch Hubert Beck(Trainer mit DLV-A-Lizenz, Autor , Rennorganisator und Läufer mit Marathon und Ultraerfahrung) greift in seinem Buch „Das große Buch vom Ultramarathon“ diesen Gedanken auf. Er lässt Ultramarathon und Ultralauf dabei neutral nebeneinander stehen. Tenor ist.

ULTRAMARATHON steht stärker in Beziehung zum Marathon. Die Strecke ist länger, aber die geforderten Kriterien sind doch sehr ähnlich. Die Physis des einzelnen Athleten kontrolliert die sportliche Leistung. Der mentale Bereich spielt natürlich auch hier eine Rolle – aber auf einer ganz anderen Ebene. Ums kurz zu machen (eine komische Floskel bei einem Ultravorwort…): man kann einen sportlich-hervorragenden 50-oder 100km Lauf auf die Strecke bringen frei von jeglicher transzendenter Spiritualität… Beck sieht den Unterschied ebenfalls darin, dass die physischen Dukaten beim ULTRALAUF nicht ausreichen, um die Rechnung vollständig zu zahlen: „ Ein solcher Lauf verlangt vom Läufer die Überschreitung seiner rein physischen Leistungsfähigkeit und der reinen Willenskraft. Nur noch unter Einsatz emotionaler und spiritueller Kräfte ist die selbst gestellte Aufgabe zu bewältigen. Die inneren Kräfte setzen Geist und Seele frei.“ Der Autor verweist dann auf die schöne Umschreibung des „Laufen mit der Seele“ beim Ultralauf. Keineswegs soll hier jedoch ein Keil in die läuferische Solidarität getrieben werden. Das wäre genauso ein Missverständnis, wie die Erweckung des Eindrucks, dass alle ULTRA-LÄUFER mit einem Pendel durch die Gegend rennen und nach gegebener Zeit anfangen jeden zweiten Baum zu umarmen (auch das will ich aber nicht ausschließen…).

Auch der ULTRALAUF hat eine sportliche Komponente – aber weit, weit mehr als das. Jens Lukas zeigt es knapp auf: Wer auf den langen und ultralangen Strecken sein Potential voll ausschöpfen will, darf auch auf den kürzeren Langstreckchen nicht zu langsam sein. Wer den Marathon nicht unter 3h beherrscht, wird schwerlich die 100km unter 8h laufen können. Aber eine Korrelation der Grundgeschwindigkeit läuft bis in den Ultralauf 24h hinein. Lukas selbst eine 10km Bestzeit von 34:04 gewann 3x den Spartathlon, das 153km Western Highland Race in Schottland 1x, holte 24h-WM Bronze im steirischen Wörschach mit 256,368 km und wurde in Gravigny, Frankreich, Europameister mit seiner 24h-Lauf Bestweite 267, 294km. Er führt die Spartathlon Sieger Yannis Kouros und Valmir Nunes , daneben Tomoe Abe als Beispiele ins Feld: „ (…) Umgekehrt: Je schneller die Marathonzeit, umso größer das Potential für 100km/24h Yannis Kouros: Marathon : 2:25 100km: 6:43 24h 303km Tomoe Abe Marathon: 2:19 100km 6:33 Die kleine (1,49m) japanische Langstreckenläuferin machte nur einmal einen Ausflug auf die Ultra-Strecke. Beim legendären 100 km Rennen am Saroma See blieb die mit nur 38kg sehr zierliche Läuferin dabei gleich als einzige Frau unter 7h – und das mehr als deutlich. Am 13.August 1971 in Kitsuki geboren – tatsächlich ein Freitag,.. offensichtlich völlig irrelevant q.e.d. Valmir Nunes 50km 3:03 100km 6:18 24h 273km Du siehst, es gibt eine ganz starke Korrelation zwischen Marathon, 100km und 24h. Egal worauf du trainierst, VOmax muss erhöht werden, ist das A und O.“ Eine Erkenntnis, an der die Top-Ultraläufer wohl nicht vorbeikommen….

IAU-WM/EM in Turin 2015: Das deutsche National-Team holt WM-Bronze und EM-Silber. Vergoldet wird der Triumph durch die Goldmedaille für Florian Reus. Er wird auf anspruchsvoller Strecke mit 263km Weltmeister. Im Vorfeld musste auch Flo ran: „quälen auf den kurzen Strecken“ Auch seine Bestzeiten im Vorjahr 2014 des Showdowns in der Piemont-Metropole können sich sehen lassen: 10km 34Min44 Halbmarathon 1:16h Marathon 2:39h 100km: 7:38.07 und beim 24h-Lauf in Taipeh schon 253,8km Soviel zu den ULTRALÄUFERN Im ULTRAMARATHON wurde im März 2015 in Marburg der Berliner Niels Bubel erneut Deutscher Meister. Da geht´s dann schon noch schneller zur Sache. Siegerzeit 2:58h. Bubel hat eine 10km Bestzeit von 30Minuten, Halbmarathon , Marathon.

Wer immer noch arrogant glaubt, beim Ultralauf handelt es sich um interne Therapieveranstaltung für bewegungsreduzierte Laufesoteriker und Tempoentschleuniger, darf natürlich in seinem Astralkörper bleiben, lediglich über seinen athletischen Schatten muss er springen, sich die Schnürsenkel zusammenbinden und einfach mal mitlaufen…vielleicht gefällt´s ihm/ihr ja doch Und, Peter Hook ? Der gründete mit Freunden die Band Joy Division – später New Order. Seine Art Bass zu spielen war legendär. Als Produzent bereitete er auch den Lauf der Manchester Bands „Inspiral Carpets“ und „Stone Roses“ vor – bei denen Liam Gallagher noch als Roadie half, ehe er selbst…